KURZ ERKLÄRT

Ein Produktscreenshot ist ein Beleg für eine konkrete sichtbare Funktion oder einen Arbeitsschritt. Wähle deshalb zuerst die Aussage, die er unterstützen soll. Zeige genug Kontext zur Orientierung und entferne unnötige oder sensible Informationen kontrolliert. Eine brauchbare Bildunterschrift erklärt, was Leser erkennen sollen und welche Voraussetzungen gelten. Der Screenshot ersetzt keine nachvollziehbare Anleitung oder technische Prüfung.

Wie dieser Arbeitsschritt in eure Content-Strategie passt, zeigt der übergeordnete Guide B2B Content Marketing: Von der guten Idee zur qualifizierten Anfrage.

Belegfunktion präzise bestimmen

Notiere den Satz, den der Screenshot stützen soll. Zeigt er eine verfügbare Einstellung, ein Arbeitsergebnis oder die Position eines Bedienelements? Eine Oberfläche kann nicht automatisch die Zuverlässigkeit eines gesamten Prozesses beweisen. Wenn eine Wirkung erst außerhalb des sichtbaren Ausschnitts entsteht, braucht sie andere Belege. Wähle den relevanten Zustand und benenne nötige Voraussetzungen. So wird der Screenshot Teil einer Erklärung statt bloße Dekoration. Leser sollten erkennen können, warum dieses Bild hier steht und welche Frage sie damit schneller oder genauer beantworten können. Mehr dazu im Leitfaden Marketingaussagen prüfen: Belege, Grenzen und Freigaben dokumentieren.

Umgebung und Daten vorbereiten

Verwende eine geeignete Testumgebung mit freigegebenen Beispieldaten. Prüfe Namen, Kennungen, Benachrichtigungen, Adressen und geöffnete Registerkarten. Sensible Informationen können auch am Rand oder in Tooltips stehen. Wenn Details unkenntlich gemacht werden, darf die Bearbeitung keine fachlich andere Situation vortäuschen. Kläre mit den zuständigen Personen, welche Inhalte veröffentlicht werden dürfen. Dokumentiere Produktversion, Rolle und relevante Einstellungen. Eine Funktion kann je nach Berechtigung oder Konfiguration anders aussehen; diese Unterschiede müssen später erklärbar sein, damit Leser das gezeigte Bild nicht als allgemeingültige Ansicht missverstehen.

Themenübersicht: Belegfunktion präzise bestimmen; Umgebung und Daten vorbereiten; Ausschnitt und Hervorhebung begründen
Themenübersicht dieses Artikels. Themenübersicht: Belegfunktion präzise bestimmen; Umgebung und Daten vorbereiten; Ausschnitt und Hervorhebung begründen

Ausschnitt und Hervorhebung begründen

Schneide auf den relevanten Bereich zu, aber erhalte Orientierung. Ein einzelner Button ohne Umgebung zeigt selten, wo er gefunden wird. Nutze sparsame Markierungen und erkläre ihre Bedeutung. Nummern müssen zum Text passen, Pfeile dürfen keine falsche Reihenfolge nahelegen. Vermeide zahlreiche gleichrangige Hervorhebungen, die den Blick in alle Richtungen ziehen. Prüfe, ob Beschriftungen in der späteren Darstellungsgröße lesbar bleiben. Wenn nicht, teile die Erklärung in mehrere Schritte oder ergänze einen vergrößerten Ausschnitt mit klarer Verbindung zur Gesamtansicht statt den Text nur weiter zu verkleinern.

Hypothetische Anleitung illustrieren

Angenommen, eine fiktive Anwendung verlangt vor einem Export die Auswahl eines Zielschemas. Der Artikel erklärt zunächst die nötige Berechtigung und zeigt anschließend den geöffneten Dialog mit markiertem Feld. Die Bildunterschrift nennt die getroffene Auswahl als Beispiel, nicht als allgemeine Empfehlung. Ein zweites Bild zeigt den geprüften Status. Dieses hypothetische Beispiel belegt keine echte Produkteigenschaft. Es macht deutlich, wie ein Screenshot eine konkrete Anleitung unterstützt und warum Beispielzustand, Voraussetzung und erwartetes Ergebnis getrennt beschrieben werden müssen, damit Leser den Ablauf auf ihre Situation übertragen können.

Drei Aspekte: Ausschnitt und Hervorhebung begründen; Hypothetische Anleitung illustrieren; Information auch textlich zugänglich machen
Redaktionelle Übersicht zum Inhalt. Drei Aspekte: Ausschnitt und Hervorhebung begründen; Hypothetische Anleitung illustrieren; Information auch textlich zugänglich machen

Information auch textlich zugänglich machen

Beschreibe den wesentlichen Arbeitsschritt im Fließtext und gib dem Bild eine passende textliche Alternative. W3C unterscheidet die Beschreibung nach Informationszweck; bei einem Screenshot zählt die relevante Aussage, nicht jede sichtbare Pixelgruppe. Längere Abläufe gehören in eine nachvollziehbare Anleitung. Die Bildunterschrift kann Produktstand und Einschränkung ergänzen. Verwende verständliche Bezeichnungen, die mit der Oberfläche übereinstimmen. Wenn eine lokalisierte Ansicht anders heißt, prüfe die jeweilige Sprachfassung. Eine automatische Übersetzung von Bedienelementen kann Nutzer an einer Stelle suchen lassen, die im realen Produkt gar nicht so bezeichnet ist. Mehr dazu im Leitfaden Alt-Texte für B2B-Grafiken: Den Zweck des Bildes beschreiben.

Veralten gezielt erkennen

Führe für verwendete Screenshots eine einfache Zuordnung zu Artikel, Produktstand und verantwortlicher Rolle. Bei Änderungen der Oberfläche prüft ihr, ob nur das Aussehen oder auch der beschriebene Ablauf betroffen ist. Ersetzt nicht wahllos jedes ältere Bild, sondern nach fachlicher Relevanz. Testet vor Veröffentlichung Links, Bildgröße und Zuordnung der Nummern. Ein Screenshot ist freigegeben, wenn er die beabsichtigte Aussage korrekt zeigt, sensible Inhalte geprüft sind und Leser die Handlung auch mit dem begleitenden Text verstehen können. So bleibt der visuelle Beleg im Betrieb verlässlich pflegbar.

INTERAKTIV / VOM LESEN ZUR ANWENDUNG

Drei Prüfpunkte für eure Umsetzung

Wähle einen Punkt und halte deinen persönlichen Lesefortschritt fest. Die Häkchen werden weder gespeichert noch übertragen und sind keine Bewertung eures Unternehmens.

PRÜFPUNKT 01

Ausschnitt und Hervorhebung begründen

Schneide auf den relevanten Bereich zu, aber erhalte Orientierung.

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PRÜFPUNKT 02

Hypothetische Anleitung illustrieren

Angenommen, eine fiktive Anwendung verlangt vor einem Export die Auswahl eines Zielschemas.

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PRÜFPUNKT 03

Information auch textlich zugänglich machen

Beschreibe den wesentlichen Arbeitsschritt im Fließtext und gib dem Bild eine passende textliche Alternative.

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Häufige Fragen

Darf ein Screenshot zugeschnitten werden?

Ja, wenn der relevante Zusammenhang erhalten bleibt und kein falscher Eindruck entsteht.

Sollten echte Kundendaten verwendet werden?

Nutze geeignete freigegebene Beispieldaten und prüfe alle sichtbaren Inhalte vor Veröffentlichung.

Wann muss ein Bild erneuert werden?

Wenn es eine wichtige Handlung, Bezeichnung oder Produkteigenschaft nicht mehr korrekt zeigt.

Wie lässt sich „Belegfunktion präzise bestimmen“ praktisch umsetzen?

Notiere den Satz, den der Screenshot stützen soll. Zeigt er eine verfügbare Einstellung, ein Arbeitsergebnis oder die Position eines Bedienelements? Eine Oberfläche kann nicht automatisch die Zuverlässigkeit eines gesamten Prozesses beweisen.

Was ist bei „Umgebung und Daten vorbereiten“ besonders wichtig?

Verwende eine geeignete Testumgebung mit freigegebenen Beispieldaten. Prüfe Namen, Kennungen, Benachrichtigungen, Adressen und geöffnete Registerkarten. Sensible Informationen können auch am Rand oder in Tooltips stehen.

Quellen & weiterführende Dokumentation